Ideenwettbewerb Ghost Town Refuge

Aufgabe

Ideenwettbewerb der youngarchitectcompetions.com in Zusammenarbeit mit der Craco Ricerche zur touristischen Erschliessung der historischen Stadtruine Craco in der Provinz Matera, Italien unter dem Motto „Ghost Town Refuge“. Ziel war die Entwicklung von nachhaltigen Besucherunterkunfts- und Erlebniskonzepten im sorgsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie die Konzeptionierung eines Besucherzentrums mit musealem Charakter.

Konzept

urban fragments Eine bewegte Geschichte prägt die Hügelstadt Craco seit nunmehr annähernd 1000 Jahren deren Name vermutlich auf die Gebietsbezeichnung „Craculum“ (wenig gepflügtes Feld – Quelle: Wikipedia) zurückgeht. Stetig wachsend wurde sie Burgstadt, Universitätsstadt, Sitz eines Klosters und gewann an Bedeutung. Mitte des 20. Jahrhunderts jedoch erschütterte eine Reihe von Erdrutschen die Stadt, ausgelöst durch Arbeiten an Kanalisation und Wasserversorgung und machte sie unbewohnbar. Der Mensch findet natürliche Orte, deren Parameter ihm dienlich zu sein scheinen und siedelt sich dort parasitär oder sogar symbiotisch an. Ein Zuhause entsteht durch städtische Strukturen. Wie der natürliche Verfall, so sind auch diese urbane Strukturen der natürlichen oder technischen Erosion unterworfen, die, ob selbstverschuldet oder nicht, letztlich zum Verlust dieses Zuhauses führt. Es entsteht ein verlorener Ort, dessen mystische Wirkung uns die Möglichkeit zur Reflexion gibt, mit uns selbst, aber auch mit den Geistern der Vergangenheit. Das Entwurfskonzept sucht und schafft Orte für diese Reflexion. Metaphysische Räume der Kontemplation und der transzendentalen Rückkehr in die eigene, innere Heimat. Ein Schutzraum, der den Besuchern inmitten der Zerstörung Schutz bietet, um ihnen zu helfen, zu ihren Grundbedürfnissen zurückzukehren. Inspiriert von den fragmentalen Stadtstrukturen basiert das formale Konzept auf zerbrochenen Felsblöcken und Felsplatten, die, scheinbar willkürlich positioniert, ruinenartige Räume bilden. Metapher für den Verfall und die Endlichkeit der Existenz. Das Ergebnis ist das Big Picture der kristallinen Formensprache, das die drei Gebäudetypen auf unterschiedliche Weise charakterisiert. Die architektonische Umsetzung dieses Bildes erzeugt sowohl gefaltete Werke als auch massive, segmentiert kristalline Baukörper. Die Gebäude bilden eine formale Brücke zur Landschaft und zu den Ruinen der Stadt. Die Architektur spielt bewusst mit der ursprünglichen Form des Wohnens: der Höhle

Leistungen

  • Konzeptionierung
  • Entwurf + Visualisierung

Visualisierung

smd+partner